Kokosfett oder Kokosöl – was ist der Unterschied

Gibt es einen Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett?

Im Grunde genommen handelt es sich hier um fast gleiche Produkte, denn Kokosöl und Kokosfett werden auch im Duden keiner klaren Definition unterzogen:
Für Öl heißt es, dass die Konsistenz mehr oder weniger flüssig sein muss.

Kokosfett wird als fest, halbfest oder flüssig bezeichnet. Deshalb ist das Produkt aus der Kokosnuss einfach in Kokosfett oder Kokosöl einzuteilen. Hier kommt es immer auf den Aggregatzustand an. Wenn die Temperaturen unter 25 Grad Celsius sinken, dann geht das Kokosnussöl in einem festen oder cremigen Zustand über. Wenn dies der Fall ist, wird das Produkt als Kokosfett bezeichnet. Über 25 Grad verflüssigt sich es und es trifft die Bezeichnung Kokosöl zu.

Deshalb gibt es in den tropischen Ländern dieses Produkt aus Kokosnuss in flüssiger Form, also als Öl zu kaufen. So hat sich auch der Begriff von Kokosöl überall in der Welt eingebürgert. In den tropischen Ländern herrschen fast ständig Temperaturen über 25 Grad und somit bleibt das Produkt flüssig. Wenn das Kokosöl, dass in den Tropen gekauft wurde, nach Deutschland eingeführt wird, so verfestigt sich sein Aggregatzustand und es ist eigentlich Kokosfett.

Ein wirklich entscheidender Unterschied von Kokosöl oder Kokosfett liegt darin, ob es sich um ein naturbelassenes Kokosöl handelt, das kaltgepresst oder um ein desodoriertes Kokosöl, welches raffiniert und gehärtet wurde. Dieses industrielle Produkt wird mit Hitze behandelt. Dabei geht jeglicher Geruch und Geschmack vollständig verloren. Ein solch behandeltes Kokosfett hat auch einen wesentlich höheren Schmelzpunkt und wird im Normalfall nur durch Erhitzen in der Pfanne flüssig.
Am einfachsten können Kokosöl oder Kokosfett über die Bezeichnung der Produkte auseinandergehalten werden. Händler haben dies schon getan indem sie zwischen naturbelassenes Kokosöl und desodorierten Kokonusssöl unterscheiden.

Naturbelassenes Kokosöl verfügt noch über den typischen Geruch von Kokos, während desodoriertes Kokosöl vollkommen neutral ist. Deshalb wird das naturbelassene Produkt Kokosöl genannt und das desodorierte als Kokosfett bezeichnet.
Durch diese Unterscheidungsmerkmale wird es für den Kunden wesentlich einfacher, das richtige Produkt auszuwählen.
Die Angaben beim Kokosfett sind gewöhnlich: raffiniert, gehärtet, fraktioniert, desodoriert und ohne Aroma.
Aus Kokosöl Produkten mit Geschmack und Duft wird normalerweise angegeben: kaltgepresst, naturbelassen, natürlich oder nativ.
Alle wichtigen Informationen, die das Produkt identifizierbar machen, müssen auf dem Etikett sichtbar sein.

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Naturbelassene Produkte gute Qualität – Desodorierte Produkte minderwertige Qualität?

Ein kaltgepresstes naturbelassenes Öl ist natürlich wesentlich besser und gesundheitsfördernder als ein desodoriertes Kokosöl. Hier ist der Kokosgeschmack und Kokosgeruch noch zu erkennen. Außerdem bieten naturbelassene Kokosöle alle gesundheitlichen und pflegenden Vorzüge einer Kokosnuss.
Wer sich dennoch für desodorierendes Kokosfett entscheidet, sollte darauf achten, dass es sich im Bio Kokosfett handelt. Dieses Kokosfett enthält noch 50% Laurinsäure. Besonders beachten sollte man, dass das Kokosfett nicht noch zusätzlich raffiniert wurde. Denn dann verliert es den größten Teil seiner eigentlichen wertvollen Stoffe und kann Transfettsäuren enthalten.
Also darauf achten, wenn schon Kokosfett ohne Geschmack und Geruch gekauft werden soll, dann wenigstens ein Bioprodukt, das schonend desodoriert und nicht raffiniert wurde. Wenn bei der Verarbeitung sehr sorgfältig vorgegangen wird, gehen auch nur wenige Nährstoffe verloren. Nur Vitamine, die sehr wärmeempfindlich sind, gehen verloren. Ein Beispiel dafür ist Vitamin E.
Auch beim Kokosöl gibt es einiges zu beachten, das Bio Kokosöl sollte die Bezeichnung kaltgepresst und nativ enthalten. Das Beste Bio Kokosöl ist mit der Bezeichnung „Rohkost“ versehen. Dieses wird bei ganz niedrigen Temperaturen gepresst und ist deshalb gesund und wertvoll.

Noch ein paar Tipps
Wenn Kokosfett verflüssigt werden soll, dann am besten in einem warmen Wasserbad. Dass die wertvollen Bestandteile und Nährstoffe nicht verloren gehen, sollte das Wasser nicht kochen.
Wer flüssiges Kokosöl dagegen besser dosieren möchte, sollte es kurzzeitig im Kühlschrank lagern bis sich das flüssige Öl verfestigt hat.

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